Waldfreunde Königsdorf sorgen sich um ihren Wald

Koenigsdorfer Wald MountainbikerDieses Mal sind es nicht die Fällaktionen der Forstbehörde, die dem Verein Waldfreunde Königsdorf e. V. Sorge bereiten, sondern die Zunahme von Besuchern, Spaziergängern, Radfahrern, Mountainbikefahrern und Reitern, die dem ausgewiesenen Naturschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet massiv zusetzen. Viele „Nutzer“ des Waldgebietes missachten die geltenden Schutzvorschriften oder setzen sich rigoros über sie hinweg. Befestigte Wege werden verlassen, Mountainbikes fahren quer durchs Gelände, Reiter verlassen die ausgewiesenen Reitwege, Hunde werden von der Leine gelassen, Trails werden angelegt, Tipis gebaut, Picknicks veranstaltet, Abfälle werden hinterlassen, Blumen gepflückt, Pilze gesammelt. Alle diese Aktivitäten verursachen enorme Schäden.

Wie im Kölner Stadtanzeiger berichtet fordert der Verein deshalb vom Rhein-Erft-Kreis die Bereitstellung von Haushaltsmitteln zur Einstellung von Rangern. Der Vorsitzende Werner Fink hat in einem offenen Brief die zunehmenden Regelverstöße beklagt und auf die Erfolge des Einsatzes von Rangern in Nachbarkreisen hingewiesen. Nähere Informationen finden Sie hier.

(Bericht: Paul Menz, Foto: Susanne Neumann)

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Lokale Agenda 21 unterstützt Öffentliche Büchereien in Pulheim

Bücherspende 2021 1Nach der Stadtbücherei im Zentralort hat auch die Öffentliche Bücherei St. Martinus in Stommeln von der Lokalen Agenda 21 eine Bücherspende  erhalten. Frau Göhler und ihre Kolleginnen hatten sich Bücher gewünscht, die das Thema Ernährung behandeln. „Das ist zurzeit sehr gefragt, und wir freuen uns, unseren Bestand durch vier neue Werke erweitert zu bekommen“, sagte sie bei der Übergabe durch den Stv. Vorsitzenden Helmut Spahn und Frau Schuch vom Ernährungsrat. Damit setzt die Lokale Agenda 21 eine längere Tradition fort und erweitert sie; letztlich sollen alle öffentlichen Büchereien in Pulheim in dieser Form einmal im Jahr unterstützt werden. „Wir denken an Schrifttum oder Spielmaterial zu den Themenbereichen Umweltschutz bzw. Nachhaltigkeit, vor allem für die jüngere Generation“, sagte Helmut Spahn, „man kann sich mit Wünschen melden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!“.

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Einführung der eea-Managementsystems in Pulheim

Für die Sitzung des Umweltausschusses am 18.03.2021 hatten drei Fraktionen (Bündnis 90/Die Grünen, SPD, BVP) beantragt, das European Energy Award als Managementsystem für Klima- und Umweltschutz einzuführen. Damit sollte das 2017 entschiedene und zeitlich sehr in Rückstand geratene Klimaschutzkonzept für Pulheim (IKKP) beschleunigt werden. Da sich auch die Fraktion WfP diesem Antrag anschloss, erhielt er eine Mehrheit.

Dengel Klaus Klaus Dengel als Mitglied der LA21 und Sachkundiger Einwohner im Ausschuss unterstützte mit grundsätzlichen Worten diesen Antrag. Er sagte: „Lassen Sie mich unter dem Label der Nachhaltigkeit ein paar Worte zum Thema beitragen.   Das Problem ist doch, dass bisher alles, was die Klimaforscher prognostiziert haben, auch eingetreten ist, häufig leider sogar schneller als zuerst befürchtet. Diese Mitteilungen enden immer noch mit dem Hinweis, dass ein Erreichen des zwei-Grad-Ziels möglich ist, wenn wir uns mit Kraft und Entschlossenheit dafür einsetzen. Das macht zwar Hoffnung, setzt aber voraus, dass sich mit „Wir“ auch möglichst alle angesprochen fühlen.

Wenn ich jetzt hier mal fragen würde, bei wem das auch tatsächlich der Fall wäre, würden alle sagen: Selbstverständlich, ja, ich bin dabei. Ein Atemzug später käme leider die ABER-Flut:

Kein Geld, keine Zeit, kein Personal, keine Priorität, schwierige Umstände. Und jede Menge Risiken und Bedenken für Dieses und Jenes.

Übrig bleibt beim Bürger ein Gefühl der Enttäuschung. Und das Gefühl, dass Klimaschutz bei denen, die das Thema eigentlich sehr gut treiben könnten, nicht die erforderliche Entschlossenheit hervorruft. Ein anderes Thema dieser Zeit - Covid - bietet weniger Anlass für Parteipolitik. Es gilt, zusammen die Krise zu meistern.

Warum ist das beim Klimaschutz anders? Warum macht hier gefühlt jeder, wie er es meint und  warum muss man in dieser Frage nicht zusammenhalten und sich gemeinsam der Bedrohung entgegenstemmen? Warum muss jeder noch so kleiner Schritt mühsam erkämpft und erstritten werden?

Es reicht nicht aus, nur so viel zu machen, dass damit der Vorwurf der Untätigkeit entkräftet werden kann. Das Thema muss heraus aus der Unverbindlichkeit und hat es auch verdient, dass jeder seinen Wohlfühlbereich verlässt.

Morgen (19.03.2021) ist FFF-Klimaschutz-Demo. Wir, bzw. präziser, die Entscheider in diesem Ausschuss haben es in der Hand, den Teilnehmern morgen entweder Heile, Heile Gänschen vorzusingen oder zu zeigen, dass wir uns zum engagierten Handeln entschlossen haben und dass wir den Nachweis in Form des EEA morgen auf den Tisch legen.

Das wäre nachhaltig. Und das wäre auch richtig.“

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Programm der Lokalen Agenda 21 für 2021 verabschiedet

Die Lokale Agenda 21 in Pulheim hat in ihrer Mitgliederversammlung Ende Februar das Programm für das neue Jahr verabschiedet. Sie wird sich schwerpunktmäßig u. a. mit den innerstädtischen Grünflächen, den neuen Trends der Photovoltaik und dem Klimaschutzkonzept von Pulheim befassen und über Stromversorgungssicherheit diskutieren. Bezüglich der beliebten Repair-Cafés im „Zahnrad“, die leider oft ausfallen mussten, wird das Sicherheitskonzept zur Pandemie überarbeitet.

Mit neuen Trends in der Ernährung und der landwirtschaftlichen Produktion beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Ernährungsrat. Augenblicklich erarbeitet diese Gruppe eine Übersicht über die Bio-Lebensmittelanbieter in der Kommune. Auch möchte sie voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte Veranstaltungen mit Fachreferenten zu Ernährungthemen nachholen, die im letzten Jahr coronabedingt ausfielen.

Ausreichende Finanzmittel für Energiesparprojekte an Schulen und Kitas und für Reparaturen an der solarbetriebenen Wasserversorgung im „Kinderwald“ stehen bereit. Ferner ist für Nachpflanzungen und Pflegearbeiten auf den Streuobstwiesen der Agenda gesorgt. Zudem unterstützt die Lokale Agenda 21 die Pflanz- und Pflegearbeiten am Baumlehrpfad in Stommeln. Schließlich ist die erneute Bücherspende zu erwähnen, die von Stephan Schreckenberg ausgewählt und in diesen Tagen der Stadtbücherei übergeben wurde. „Diese Bücher, die ja immer um Themen der Nachhaltigkeit kreisen, werden besonders gerne von Jugendlichen ausgeliehen“, sagte Herr Gerten, der Leiter der Stadtbücherei. - Da ist es gut, dass die Stadtbücherei ab Donnerstag, dem 11.03.2021, wieder geöffnet hat, wie jetzt zu lesen war.

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Letzte innerörtliche städtische Grünfläche in Brauweiler in Gefahr

Auf der letzten innerörtlichen städtischen Grünfläche von Brauweiler droht der Bau eines Feuerwehrgerätehauses. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Stadt jahrelang versäumt, das bestehende, in die Jahre gekommene Gebäude, welches längst nicht mehr heutigen Sicherheitsanforderungen genügt, durch einen Neubau zu ersetzen. Weil es nun eilt, soll die benachbarte Grünanlage herhalten, die für die Bevölkerung von Brauweiler und Dansweiler von unersetzbarem Wert ist. Laut Aussage der Verwaltung sollen allerdings alternative Standorte geprüft werden.

Eine vierköpfige Initiativgruppe hat nun in einem Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung den Erhalt der Grünfläche sowie den dauerhaften Verzicht auf eine bauliche Nutzung der Fläche verlangt und die nachstehende Pressemitteilung versandt.

Pressemitteilung

Der Unterzeichner und die Unterzeichnerinnen dieser Pressemitteilung sind der Auffassung, dass Rat und Verwaltung der Stadt Pulheim in der Pflicht sind, der freiwilligen Feuerwehr von Brauweiler statt der überalterten eine neue und angemessene Unterkunft zu verschaffen, und dies seit geraumer Zeit. Gleichzeitig fordern sie im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, den zweifellos erforderlichen Neubau nicht auf der Grünfläche an der Alfred-Brehm-Straße zu planen. Mit ihrem Bürgerantrag (beigefügt) verlangen sie den ungeteilten Erhalt und die dauerhafte planungsrechtliche Sicherung dieser einzig verbliebenen öffentlichen Grünfläche in Brauweiler.

Die Forderung wird von den Antragstellern wie folgt begründet:

Innerörtliche Grünflächen wie diese stellen für Bewohner der umgebenden Wohngebiete einen hohen und unersetzbaren Wert dar. Sie bieten ihnen Raum für Erholung, Entspannung, Spiel und geselliges Treffen. An heißen Sommertagen sorgen sie für Kühle und angenehmen Aufenthalt, nicht nur auf der Grünfläche selbst, sondern auch in den angrenzenden Gebieten. Eine Durchgrünung von Wohngebieten ist deshalb im Hinblick auf den Klimawandel von Bedeutung. Nicht zuletzt sind derartige Grünbereiche auch ökologisch, als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, wichtig.

Der Grünbereich an der Alfred-Brehmstraße mit seinem geräumigen Kinderspielplatz, dem angrenzenden Park, altem Baumbestand, Hecken und Bänken ist in der Bevölkerung beliebt und wird zu allen Tageszeiten von jungen wie alten Menschen aufgesucht.

Das Ensemble der Grünfläche und der östlich angrenzenden historischen Allee ist in seiner Gesamtheit Teil der gewachsenen Ortsstruktur Brauweilers und als solches schützenswert.

Der Rat der Stadt Pulheim hat sich mit seinem „Integrierten Klimaschutzkonzept“, in welchem die Vorbildwirkung der Stadt besonders betont wurde, zu den Zielen des Klimaschutzes und einer klimagerechten Stadtentwicklung bekannt. In einem gesonderten „Appell zum Klimawandel“, der sich sowohl an die Bürgerinnen und Bürger als auch an die Stadt selbst richtete, wurde ein starkes Signal gesendet, um bei allen künftigen Entscheidungen den Klimabezug herzustellen.

Würde der Rat der Stadt Pulheim beschließen, die innerörtliche Grünfläche an der Alfred-Brehm-Straße in ihrem Bestand in Gänze zu sichern und auf eine Bebauung an dieser Stelle auf Dauer zu verzichten, so stünde dies in Einklang mit den vorgenannten und vom Rat selbst beschlossenen Zielen. Der Erhalt würde den vitalen Interessen der hier lebenden und in Zukunft lebenden Bürgerinnen und Bürger entsprechen.

Gez.

Anna Langhans       Christine Hucke       Angolita Vogel-Werner       Paul-Gerhard Menz

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