Belgiens Schrottreaktoren dürfen uns weiter verstrahlen

Im Schatten der Terroranschläge von Paris und den Fahndungen im Brüsseler Stadtteil Molenbek beschließt die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC, dass die Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 ab Mitte Dezember wieder in Betrieb gehen dürfen. Begründung: trotz tausender festgestellter Risse in den Reaktorschutzhüllen - dem Grund für die bisherige Stilllegung - gingen von den beiden AKW keine "inakzeptablen" Sicherheitsrisiken aus. Vorsichtshalber nicht erklärt hat die Behörde dagegen, was sie denn für ein "akzeptables Sicherheitsrisiko" hält.

Keine inakzeptablen Sicherheitsrisiken

Auch die beiden Reaktoren Doel 1 und 2 sollten auf Grund ihres Alters von 40 Jahren 2015 endgültig vom Netz gehen. Die hohen Investitionskosten für die notwendigen Sicherheitsnachrüstungen von geschätzt 500 Millionen Euro lohnen sich nicht mehr für die Betreiber. Dennoch wurde die Betriebserlaubnis für die beiden Reaktoren kurz vor Jahresende noch einmal für weitere 10 Jahre verlängert. Ob den "notleidenden Atomstrombetreibern" mit Geld aus dem belgischen Steuersäckel oder mit EU-Zuschüssen geholfen werden soll, darüber können bisher nur Vermutungen angestellt werden. Mehr…

 

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