Wasserkraft in Pulheim

Wasserenergieanlage 2Am 22.04.2012 besuchten die Mitglieder des Forum Energie der Lokalen Agenda 21 die Wasserenergieanlage am Randkanal im Gewerbegebiet Pulheim. Die Wasserenergieanlage ist ein Projekt des Zweckverbandes Kölner Randkanal (ZKR im Hause RWE) das im Rahmen des 50jährigen Bestehens des Randkanals und dem Masterplan der regionale 2010 initiert und im Mai 2011 feierlich in Betrieb genommen wurde. 

Realisiert wurde das Projekt mit freundlicher Unterstützung der Stadt Pulheim und einer finanziellen Förderung der Bezirksregierung Arnsberg/ Amt für Bergbau und Energie in Höhe von ca. 20%. projekte wasserkraftHerzstück der mit viel Beton umgebenen Anlage ist eine 7,5 t schwere Wasserschnecke aus Stahl mit einer Nennleistung von 40 kW - prognostizierte Energieerzeugung: 200.000 kWh/ a.

Geleitet wurde die Besichtigung von Herr David Kram, Ingenieur der Firma Liquitec, der die Wartung der Anlage obliegt. Hr. Kram gab einleitend einen Überblick über die technische Auslegung der Anlage und einige Informationen zur Ortswahl am Randkanal. Weitergehende Fragen zum Randkanal selbst konnten leider nicht beantwortet werden, da der leitende Ingenieur des Zweckverbandes Randkanals Wilfried Ockenga an diesem Tag aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.

Ungeklärt blieb daher auch die grundlegende Frage nach der prognostizierten Jahresleistung der Wasserenergieanlage angesichts der - seit 2005 begonnenen - Sanierungsarbeiten, in deren Folge der Randkanal die meiste Zeit des Jahres kaum noch Wasser führt. So musste denn auch an einem Wehr in Widdersdorf erst einige Tage lang Wasser aufgestaut werden, um am Besuchstag eine ausreichende Wassermenge für die Demonstration des Anlagenbetriebes zu haben.

Wasserenergieanlage 1

Unklar blieb also auch, welche "50 Pulheimer Haushalte" denn von der Wasserenergieanlage mit Strom versorgt werden (könnten).

Natürlich ist die Wasserschnecke ein schönes Anschauungsobjekt. Aber schlussendlich ist sie  wieder mal ein Beispiel dafür wie man mit viel Beton und Stahl wenig erreicht.

Ein echter Beitrag zur Versorgung mit Erneuerbaren Energien sieht nach Meinung des Forum Energie mit Sicherheit anders aus! 

 

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