Forum Energie besichtigt Windkraftanlage

david gegen goliath

David gegen Goliath,
Windkraftanlagen bei Stommeln
und Kraftwerkswolken in
Niederaußem

 

 


Unter Führung von Dipl.-Ing. Jordans vom Anlagenhersteller REpower besichtigten Mitglieder des Energieforums der Lokalen Agenda 21 Pulheim eine von insgesamt acht Anlagen im Gebiet der sogenannten „Windkraftkonzentrationszone“. Sieben Anlagen stehen auf den Gebieten der Städte Bergheim und Rommerskirchen, bisher nur eine auf Pulheimer Boden. Jede der Anlagen erzeugt hier bereits durchschnittlich etwa 2,5 Millionen kWh Strom jährlich. Für zwei weitere Anlagen auf Pulheimer Gebiet haben jetzt die Bauarbeiten begonnen. Gut für die Energiewende sollte man meinen.

Den Antrag einer Betreiberfirma, zwei 140 m hohe Anlagen bauen zu dürfen, hatte der Rat der Stadt Pulheim jedoch kürzlich abgelehnt. Bisher sind gemäß Flächennutzungsplan nur Anlagen bis zu 100 m zulässig. Ein neuer Erlass der Landesregierung empfiehlt den Kommunen jedoch, höhere und somit effektivere Anlagen zuzulassen.

Alles nur eine Frage der Optik? Wohl kaum!

Für die Mitglieder des Energieforums ist die ablehnende Haltung der Stadt „nicht nachvollziehbar“. Denn der Mehrertrag der größeren Windkraftanlagen läge bei ca. 25 Prozent. Also rund 20.000 € Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer für die Stadt pro Anlage und Jahr. Und das mehr als 20 Jahre lang. Viel Geld - so die Meinung des Forum Energie -, was dringend andernorts z.B. für Investitionen in die Energiewende, für eine regenerative kommunale Zukunft gebraucht würde und was sich die Stadt mit dem Verweis auf den Erhalt einer „ungestörten Optik“ entgehen lässt. Angesichts der kreisweit unübersehbaren und den Himmel verschattenden Kraftwerkswolken dürfte die Beeinträchtigung durch zwei größere Windräder aber wohl nicht der alleinige Ablehnungsgrund gewesen sein.

 

Drucken E-Mail