Besichtigung des Wasserlebnispfads Pulheimer Bach

pulheimer bachMitglieder und Freunde der Lokalen Agenda 21 besichtigten unter der fachkundigen Führung von Horst Engel, Vorsteher des Pulheimer Bachverbands, den Abschnitt zwischen Pulheim und Geyen des Wassererlebnispfads Pulheimer Bach.

Der Bach, welcher hier bisher in einer gerade verlaufenden Betonrinne innerhalb eines schmalen Grabens floss, wurde inzwischen renaturiert. Die Rinne wurde beseitigt, das Bachbett so aufgeweitet, dass der Bach sich bei Niedrig- und Mittelwasser friedlich in Meanderbögen schlängelnd, an Stillwasserzonen, Inseln und Halbinseln vorbei zu Tal bewegen kann.

Die Exkursionsteilnehmer waren beeindruckt von der Schönheit und Vielfalt der Natur, die hier zurück gewonnen und neu gestaltet wurde, und die nun gleichzeitig ein attraktives, idyllisches Naherholungsgebiet für die Einwohner angrenzender Ortsteile darstellt. Herr Engel lenkte den Blick auf zahlreiche liebevoll überlegte Details der Planung und weckte damit bei den Teilnehmern das Bewusstsein für den einzigartigen Wert der neu gestalteten Bachaue.

Eine Fotoserie der Besichtigung finden Sie hier (Fotos von Gabi Assmann-Menz und Paul Menz).

Die sog. Wasserachse Pulheimer Bach ist ein Projekt der Regionale 2010/ REGIOGRÜN, stellt ein Verbindungsglied zwischen den Korridoren Nord (Am alten Rhein) und Nordwest (Zu neuen Energien) des Gesamtprojekts der Regionale 2010 dar und dient sowohl dem Ressourcenschutz als auch der Erholung.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch den Unterhaltungsverband Pulheimer Bach, die Stadt Pulheim, die Stadt Bergheim und aus Fördermitteln des Landes NRW.

Im Rahmen des geplanten Lehr- und Erlebnispfads zwischen dem Quellgebiet und dem Versickerungsbereich in der Großen und Kleinen Laache wurde bereits der besichtigte Teilabschnitt des Bachlaufs zwischen Geyen und Pulheim renaturiert. Das verbreiterte Bachbett oberhalb der Bundesstraße 59n fungiert gleichzeitig als zusätzlicher Hochwasserschutz für den Ortsteil Pulheim.

Entlang des Bachufers sind sog. Erzählstationen zu den Themen Wasserkreislauf und urbane Nutzungen, Gewässer-, Grundwasser- und Trinkwasserschutz geplant. Einen Mangel stellt noch die fehlende direkte Verbindung der beiden Abschnitte nördlich und südlich der B 59n dar. Sie ist leider nicht im Programm der Regionale 2010 enthalten, sollte aber unbedingt nachträglich mit einer Untertunnelung der Bundesstraße, parallel zum Bachlauf, geschaffen werden.

Paul Menz

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