Rote Linie alte A 4

Rund 50 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden 2016 in Deutschland für das Ausland produziert – das entspricht etwa der Erzeugung von gut 8 Prozent des deutschen Verbrauchs (s. taz 23.12.2016). Die Rodung des Hambacher Waldes und der Braunkohleabbau im "Loch Hambach" folgen schon längst nur noch dem Plan von RWE, den Profit des finanziell angeschlagenen Konzerns zu sichern, statt - wie immer behauptet - ausschließlich die Stromversorgung der Allgemeinheit zu garantieren. Abgeholzt, abgebaggert und verheizt wird also Tag für Tag weit mehr, als durch den Rahmenbetriebsplan für das Abbaugebiet Hambach genehmigt.
Hambacher Wald 1
Mit der Petition Hambacher Wald retten - Klimaziele umsetzen setzt sich die Bürgerinitiative Buirer für Buir für den Erhalt des letzten Restes von kaum noch 10 % des Hambacher Waldes - eines der ältesten Waldgebiete in Deutschland - ein. 

Am 22.10.2016 markierten über 600 Menschen in einer symbolischen Aktion eine "rote Linie" entlang des Verlaufs des alten Teilstückes der A 4 vor Buir.2016 Rote Linie 1

Unbeeindruckt von schmelzenden Gletschern und Klimazielen jeglicher Art bekundete RWE weiterhin an seinen Abbauzielen (sprich: Bilanzzielen) festhalten zu wollen. Bei der diesjährigen Rodungsaktion wurden zum Jahresende 2016 dann auch Fakten geschaffen und rund 70 Hektar des Hambacher Waldes abgeholzt. Dabei wurde bewußt auch die rote Linie überschritten und Bäume im Bereich jenseits des alten Autobahnteilstücks gefällt. Freie Bahn für die profitschürfenden Kohlebagger:
Loch Hambach V

Alles, damit nur die RWE-Aktie nicht weiter fällt!

Hier können sie die Petion Hambacher Wald retten - Klimaziele umsetzen mit Ihrer Unterschrift unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1
Hier können Sie mit einer Spende auch den juristischen Kampf gegen das Unrecht rund um den Braunkohleabbau in Hambach unterstützen: https://www.agenda21-pulheim.de/index.php/121-solidaritaet-und-spendenbereitschaft-im-rheinischen-revier.html

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Solidarität und Spendenbereitschaft im Rheinischen Revier!

Spendenkonto eingerichtet 
Mit einer ungewöhnlichen Spendenaktion wollen Braunkohlegegner den Hambacher Forst doch noch vor der Rodung retten. Sie sammeln Geld, damit mehrere Gerichtsverfahren weiter laufen können. Ob es dazu kommt, hängt höchstwahrscheinlich auch von der Spendenbereitschaft ab. Mittlerweile gibt es auch ein Solidaritätskonto.

Kontoinhaber: Classen, Kurt – Sonderkonto
IBAN: DE22 3705 0299 1147 0393 73/ BIC: COKSDE33XXX
Verwendungszweck: Soli-Spende Hambacherforst

Man wolle Nichts unversucht lassen, damit die Wiese und der Hambacher Forst doch noch bleiben, heißt es. Es sind gleich mehrere Verfahren, die vor dem Aus stünden, schreiben die Tagebaugegner aus dem Hambacher Forst auf ihrer Internetseite. Der Grund: Das Geld wird knapp. Es geht um die umstrittene Verlegung der A4 zwischen Düren und Kerpen, sowie um die Erlaubnis für RWE, denTagebau Hambach weiter vorantreiben zu dürfen. Kläger ist in allen Fällen der Privatmann Kurt Claßen aus Kerpen-Buir. Der Steuerberater ist gleichzeitig Eigentümer der Wiese, auf dem das umstrittene Braunkohle-Protestcamp errichtet wurde.

Protestcamp am seidenen Faden
Dessen Zukunft ist mehr als ungewiss. Im Dezember hatte das Oberverwaltungsgericht geurteilt: Das Lager ist illegal , eine Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Mittlerweile liegt dem zuständigen Kreis Düren das schriftliche Urteil vor. Dies müsse zunächst noch ausgewertet werden, sagt die Kreisverwaltung, die darüber hinaus auch noch abwarten will , ob der Kläger gegen das OVG-Urteil Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen wird.

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Wegwerfen? Kommt nicht in die Tonne!

rep

Einen guten Überblick über die wachsende Reperaturkultur in Deutschland und die Arbeit einzelner Repair-Cafés finden Sie in einer lesenswerten Darstellung unter Netzwerk Reperatur-Initiativen.

Bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr findet das Repair-Café am 26. November im Kinder- und Jugendhaus ZAHNRAD in Brauweiler statt. Defekte Elektrogeräte, Fahrräder, Kleidung, Holzspielzeug und einiges mehr können Sie vorbeibringen und  unsere fachkundigen Helfer*innen schauen mit ihnen zusammen nach, ob und was zu reparieren ist (siehe unten). Darüber hinaus bieten wir Fahrradcheck und Fahrradreparaturen und als Besonderheit des Repaircafés Pulheim das Upcycling von Kleidung an: Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sollten sie sich und einen ihrer liebgewonnenen, aber reparaturbedürftigen Gegenstände anmelden.

RepairCafe Open

Bitte beachten Sie unsere "Spielregeln": Der Besuch des Repair-Cafés ist kostenlos - Sie dürfen aber natürlich jederzeit für unser Projekt spenden!

Um längere Wartezeiten zu vermeiden vergeben wir 30-Minuten-Termine. Innerhalb dieser Zeit versuchen unsere fachkundigen Reparateur*innen festzustellen, welcher Defekt repariert werden muss. Je nach Art und Umfang des Defektes kann die Reparatur direkt im Repair-Café erfolgen. Ist ein Teil defekt und muss ersetzt werden, versuchen wir noch vor Ort zu klären, ob es lieferbar ist. Wenn sie sich das Ersatzteil besorgen, dann kann es beim nächsten Termin bei uns oder bei einem anderen Repair-Café in Ihrer Nähe eingebaut werden. 

Wenn sich das Öffnen des Gerätes als sehr aufwendig erweist oder länger als 30 Minuten dauern würde, versuchen unsere Helfer*innen zumindest eine Einschätzung über das weitere Vorgehen bzw. die vermutlichen Erfolgsaussichten der Reparatur zu geben. Wenn ihr Gerät nicht repariert werden kann, müssen Sie es wieder mit nach Hause nehmen - wir suchen aber auch hierfür nach einer fachgerechten Lösung, um die Materialien dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen. Ach ja: Unsere Reparateure*innen freuen sich, wenn sie Ihr Gerät nicht erst aufwendig säubern müssen, bevor sie loslegen können!

Aufgrund der vielen Anfragen können wir bisher nur ein "Gerät pro Person" annehmen. D. h. wenn Sie mehrere defekte Geräte haben, müssen Sie je nach Auslastung des Repair-Cafés warten oder einen weiteren Termin vereinbaren.

Damit wir in diesem Jahr noch mehr Reparatursuchenden in unserem Repair-Café weiterhelfen können, sind fachkundige Helfer*innen jederzeit herzlich willkommen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Die Lokale Agenda 21 auf dem Stadtfest 2016

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Mit einem Solarkocher weckte die Lokale Agenda 21 die Aufmerksamkeit der Besucher des Stadtfestes in Pulheim am 02.07.2016. Nach eher verhangenem Himmel am Morgen erlaubten zunehmende Aufheiterungen am Nachmittag doch noch die Verteilung von sonnengebratenen Würstchen an die Besucher.

Ein Solarkocher ist eine Vorrichtung, um aus der Energie der Sonnenstrahlung Wärme zu erzeugen. Die Einstrahlung wird im Brennpunkt eines Hohlspiegels gebündelt. Solarkocher eignen sich beispielsweise zum Abkochen von Wasser, zum Erwärmen von Speisen, zum Kochen, Braten, Backen, Grillen oder Frittieren oder als kleine Garküchen unter freiem Himmel. Da Solarkocher mit relativ geringem Materialaufwand hergestellt werden können und keinen Brennstoff verbrauchen, werden sie als Lösung vieler Probleme, gerade in ärmeren Regionen der Welt, gesehen. In Regionen mit wenig sauberem Trinkwasser kann ein Solarkocher zur Entkeimung eingesetzt werden.

Weiterhin warb die Lokale Agenda 21 mit folgenden Projektideen um neue Mitglieder:

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Stopp TTIP - Keine Zeit für den Protest von 1.600.000 Bürgern?

Über 3.300.000 Bürger in Europa haben gegen das geplante Freihandelabkommen unterschrieben. Ungefähr die Hälfte davon in Deutschland. Aber trotz Massenprotest letzten Oktober in Berlin und Unterschriftenflut - die Kanzlerin hat angeblich Wichtigeres zu tun, als die Unterschriften von mehr als 1.600.000 Bürgern entgegen zu nehmen. f88d710676

Indessen geht die Geheimniskrämerei um die Inhalte des Abkommens weiter. Seit 1. Februar 2016 weht ein Hauch von Transparenz im Bundeswirtschaftsministerium. Dummerweise darf der Hauch den eigens dafür geschaffenen Leseraum unter Androhung von Strafe aber auf keinen Fall verlassen! Die Arbeitsplätze und der zeitliche Zugang sind begrenzt, Handys müssen draussenbleiben, fotografieren und kopieren ist nicht erlaubt und vor allem dürfen die Abgeordneten hinterher mit Niemandem über die eingesehenen Inhalte reden. Bei so viel Transparenz ohne Möglichkeit zur Transpiration fragt die ZEIT rhetorisch: "Ist das einer modernen Demokratie würdig?" und befindet die Regelungen für den Hochsicherheitstransparenzraum als "hochgradig lächerlich".

TTIP reading room Germany2

Informationen über das globale Knebelabkommen für den Welthandel finden Sie überall im Netz z.B. auf

Stopp TTIP! Europäische Bürgerbewegung

Corporate Europe Observatory (englisch)

Campact Bundesweite Kampagneplattform

mehr-demokratie.de und bei hunderten Initiativen mehr.

Eine Übersichtsstudie gibt es als Download bei Campact. Über die "transatlantische Lobbyzusammenarbeit" informiert eine neue Studie, die Sie bei Lobbycontrol herunterladen können. Hier gibt es auch einen Lobbypedia-Eintrag, in dem eine Vielzahl von Pro und Contra Studien und eine Chronik der Verhandlungen aufgelistet werden.

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