Gewohnheiten ändern - eine Ansprache zum Neuen Jahr

Auf dem Neujahrsempfang im Rittergut Orr hielt Hausherr Wolf-Rüdiger Schmidt-Holzmann ein bemerkenswertes Plädoyer für den Klimaschutz. Er schilderte eindrucksvoll, warum und wie er in seinem Unternehmen langfristig plant und nachhaltig handelt. Seine wichtigste Anregung: „Wir müssen unsere Gewohnheiten ändern!“

Im Orrer Busch hat er sämtliche Fichten entnommen und 7.800 neue Bäume gepflanzt, die widerstandsfähiger sind und dem Klimawandel wohl mehr entgegenzusetzen haben. Er erwartet wirtschaftlichen Nutzen erst über einen langen Zeitraum von 100 Jahren, freut sich aber, dass die neue Bepflanzung sofort jede Menge CO2-Emissionen speichert. Geplant hat er ferner eine Holzhackschnitzel-Heizung für das Haus Orr, die ausschließlich mit dem Holz aus der Bewirtschaftung des Parks betrieben werden kann. Wie Herr Schmidt-Holzmann im anschließenden Gespräch erwähnte, hat er im Walzwerk Zisternen geschaffen, die das Regenwasser sammeln. Das wird nicht mehr in den Kanal eingeleitet; vielmehr wird es verbraucht oder es versickert auf dem Gelände.

Wir können davon ausgehen, dass dieser Unternehmer seine Maßnahmen auf auch auf Wirtschaftlichkeit geprüft hat. Er ermutigt jeden, offen zu sein für Veränderungen und als Einzelner Verantwortung zu übernehmen und nicht auf die Politik zu warten. „Denken Sie an Ihre Kinder und Enkel und treffen Sie die richtigen Entscheidungen, ob zu Hause, bei der Arbeit oder in der Freizeit,“ formuliert er zum Schluss.

Den vollen Wortlaut seiner Ansprache, die feinfühlig formuliert ist und nachdenklich stimmt, finden Sie nachstehend.

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2018ff: Die Führer der Welt werden uns ignorieren…

… d.h. sie werden so weiter machen, wie bisher. Damit eine sehr kleine Anzahl von Leuten so weiter machen kann, wie bisher. Weil einige Wenige ungehindert in ihrem unermesslichen Luxus baden wollen, werden immer mehr Menschen in den immer öfter sintflutartig anschwellenden Bächen und Flüssen ertrinken.

World Press Foto 2016 Rohan Kelly

In regelmäßigen Abständen wird auf den Klimagipfeln wie dereinst im Märchen von des "Kaisers neuen Kleidern" ein ganz besonderer Stoff gewebt, mit dem die "Führer der Welt" vorgeben, die Welt zu retten. Gleich wie im Märchen von Christian Andersen wird aber nur so getan, als ob etwas getan wird und der Trick mit dem der "Kaiser und die Öffentlichkeit" manipuliert werden heißt: Nur wer befähigt ist, ist auch fähig diesen wunderbaren Klimarettungsstoff zu sehen. Wer unfähig ist sieht - nichts!

Und ähnlich wie im Märchen muss erst "ein Kind" - die 15jährige Schülerin Greta Thunberg - kommen, um die tatenlosen Klimaretter mit einfachen Worten zu entlarven:

 (…) Viele sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist und dass es nicht zählt, was wir tun. Aber ich habe gelernt, dass du nie zu klein bist, um etwas zu bewirken. Und wenn nur wenige Kinder weltweit in die Schlagzeilen kommen können, wenn sie nicht in die Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir alle zusammen tun könnten, wenn wir es wirklich wollten.

Aber um das zu tun, müssen wir in aller Klarheit sprechen, unabhängig davon, wie unbequem das sein könnte. Ihr sprecht nur von einem grünen immer währenden ökonomischem Wachstum, weil ihr fürchtet unbeliebt zu werden. Ihr redet nur darüber euch nach vorne zu bewegen, mit den gleichen schlechten Ideen, die uns in diese Bedrängnis gebracht haben, selbst wenn die einzige vernünftige Sache, die man machen kann, das Ziehen der Notbremse ist. Ihr seid nicht erwachsen genug, um es zu sagen, wie es ist. Selbst diese Bürde überlasst ihr uns Kindern.

Aber ich kümmere mich nicht darum, ob es populär ist. Ich sorge mich um die Klimagerechtigkeit und den lebenden Planeten. Unsere Zivilisation wird geopfert für den Vorteil einer sehr kleinen Anzahl von Leuten, die kontinuierlich damit weiter machen, eine enorme Menge Geld zu verdienen. Unsere Biosphäre wird geopfert, damit reiche Leute in Ländern, wie dem meinen, in Luxus leben können. Es sind die Leiden der Vielen, die für den Luxus der Wenigen bezahlen.

Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern. Wenn ich dann Kinder habe, werden sie vielleicht diesen Tag mit mir feiern. Vielleicht werden sie mir über euch Fragen stellen. Vielleicht werden sie fragen, warum ihr nicht irgendwas getan habt, als noch Zeit war, zu Handeln. Ihr sagt, ihr liebt eure Kinder über alles. Und jetzt stehlt ihr ihnen vor ihren Augen die Zukunft.

Wenn ihr nicht anfangt euch darauf zu konzentrieren, was getan werden muss - und eben nicht was politisch möglich ist - gibt es keine Hoffnung. Wir können keine Krise lösen, ohne sie wie eine Krise zu behandeln. Wir müssen die fossilen Brennstoffe in der Erde lassen und wir müssen den Schwerpunkt auf Gerechtigkeit legen. Und wenn Lösungen innerhalb des Systems unmöglich zu finden sind, müssen wir das System selbst ändern.

Wir sind nicht hergekommen, um die Führer der Welt zu bitten, sich zu kümmern. Ihr habt uns in der Vergangenheit ignoriert und ihr werdet uns wieder ignorieren. Wir haben keine Entschuldigungen mehr und die Zeit wird knapp. Wir sind hergekommen, um euch wissen zu lassen, die Veränderung wird kommen, ob ihr es wollt oder nicht.

Die echte Gewalt gehört uns Menschen. Danke.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=HzeekxtyFOY  (eigene Übersetzung)

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2018 - Klimawandel noch zu stoppen?

2018 Bcherpaket

Neun neue Bücher aus dem Nikolauspaket der Lokalen Agenda 21 mit insgesamt 1777 Seiten nachhaltigem Lesestoff sind in der Stadtbücherei Pulheim verfügbar, darunter auch vier Kinderbücher zum Thema:

Claus-Peter Hutter: Die Erde rechnet ab: Wie der Klimawandel unser tägliches Leben verändert - und was wir noch tun können, 2018, 304 Seiten
Ilona Koglin, Marek Rohde: Gärtnern für eine bessere Welt: Rette die Vielfalt: eine andere Welt ist pflanzbar Das Handbuch für Idealisten und grüne Helden, 2018, 144 Seiten
Harald Lesch, Klaus Kamphausen: Wenn nicht jetzt, wann dann? Handeln für eine Welt, in der wir leben wollen, 2018, 368 Seiten
Wilfried Bommert, Marianne Landzettel: Verbrannte Mandeln: Wie der Klimawandel unsere Teller erreicht Broschiert, 2017, 288 Seiten
Ute Scheub, Stefan Schwarzer: Die Humusrevolution: Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen, 2017, 240 Seiten
memo Wissen entdecken: Klimawandel: Hitze, Stürme, Überschwemmung. Das Buch mit Poster!, 2018, 72 Seiten
Emily Gravett: Aufgeräumt! Gebundenes Buch, 2017, 40 Seiten
Anne Jankéliowitch, Yann Arthus-Bertrand: Wie geht's dir Welt und was ist morgen?, 2017, 176 Seiten
Michaela Koschak: Entdecke den Klimawandel (Entdecke - Die Reihe mit der Eule), 2015, 56 Seiten

 

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Folgeschäden der Braunkohle

Presseinformation des Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“ (LoB) vom 21.11.2018 und Stommelner Appell zum herunterladen und unterschreiben.

Das Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“ (LoB) fordert die Verankerung von Ausgleichszahlungen für die durch den Braunkohleabbau entstandenen Schäden im Abschlussdokument der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission). Andernfalls kann ein sozialverträglicher Strukturwandel für die Bergbaubetroffenen gerade auch im Hinblick auf die entstandenen Ewigkeitslasten nicht gelingen.

Braunkohle - Folgeschäden für die Ewigkeit

Der Braunkohleabbau schafft neben den aktuellen Problemen auch in Zukunft nach seinem Ende ungeklärte Risiken. Dazu zählen neben den nicht reparablen Landschaftsschäden, den Braunkohlebergbauschäden an Grund und Boden, auch die drohende Schädigung und der zukünftige Verlust von Millionen Kubikmetern wertvollen Grundwassers.Rote Wsser Trnich 1Da absehbar ist, dass RWE für den angestrebten früheren Ausstieg aus der Braunkohleverstromung Entschädigungen verlangen wird, muss im Gegenzug auf die bereits entstandenen und auf die zukünftigen Schäden an Mensch und Umwelt eine Gegenrechnung aufgemacht werden. Sonst bleiben am Ende im schlimmsten Fall Einzelpersonen und die Allgemeinheit auf den Kosten sitzen. Hierfür soll RWE „Reparationszahlungen“ leisten: Bevor die nächste Runde bestellt wird, sollte erst der alte Deckel bezahlt werden! In welcher Form und Höhe lasst sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer festlegen. Denkbar ist ein Fond ähnlich dem im Ruhrgebiet zur Finanzierung von Ewigkeitslasten. Da die Folgenkosten heute kaum absehbar sind, sollte eine unabhängige Expertenrunde dies festlegen.

Denn bereits jetzt ist der Grundwasserkörper in unserer Region schwer geschädigt.

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Ernährungsrat Pulheim

So wie viele Städte auf der ganzen Welt, erkennen immer mehr Menschen auch in der Kölner Region, dass gesunde und nachhaltig produzierte Nahrung vor Ort hergestellt werden muss.Ernhrungsrat 2


Machen Sie doch mit! Schauen Sie bei uns vorbei und machen einfach mit! Es gibt viel zu tun!hrung vor Ort hergestellt werden muss.
Es geht uns um nachhaltig-gesundes Leben. Das bedeutet Selbstbestimmung unserer Ernährung im Sinne der Unabhängigkeit von den Agrarkonzernen, biologische Vielfalt (Biodiversität) im Bodenleben, in der Landwirtschaft und den Mikroorganismen im Körper, verantwortungsvollem Umgang mit den Ressourcen, u.v.m.

Der Ernährungsrat Köln und Umgebung wurde 2016 gegründet. Der Ernährungsrat Pulheim macht sich stark dafür, dass Pulheim, als Kölner Umland, mit seiner bäuerlichen Landwirtschaft und den wertvollen Ackerböden seine wichtige Rolle und Aufgabe wahrnimmt. Wir möchten helfen, dieses Bewusstsein zu schärfen, zu entwickeln und die Erkenntnisse im Kleinen wie im Großen in die Praxis umzusetzen.

Unsere nächsten Treffen sind am 08.11.2018 um 19:00-21:00 Uhr Rathaus Pulheim, EG, Raum 44 (Der Haupteingang ist dann häufig schon geschlossen. Der rückwärtige Eingang am Parkplatz ist aber offen) Ernhrungsrat 1

Oder unterstützen Sie doch unsere regionalen Landwirte durch einen Einkauf im Hofladen.
Wo Sie diese finden können, zeigt diese Übersicht.

Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie uns am besten per e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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