Ein Wunschtraum ging in Erfüllung

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Irgendwann einmal auf einem neu gestalteten Guidelplatz in Brauweiler sitzend einen Kaffee zu trinken, das war mein sehnlichster Wunsch. Doch mehr als 20 Jahre mit Hoffen und Bangen, mit einem Wechselbad zwischen Zuversicht und Resignation mussten ins Land gehen, ehe mein Wunsch endlich in Erfüllung ging.

Alle, die den langen Planungsprozess mit mehr oder weniger Skepsis verfolgt oder - wie die Lokale Agenda 21 - aktiv begleitet haben, erleben die Realisierung des Projekts nun wie das Märchen von Aschenputtel: Ein hässlicher Parkplatz mit Hinterhofmilieu hat sich in einen eleganten mit Natursteinen gepflasterter Platz verwandelt, frei von Autoverkehr, umgeben von Gebäuden in zeitgemäßer Architektursprache, im Erdgeschoss überdachte Arkaden und Läden, darüber Wohngeschosse mit Loggien, ein sog. Kunsthaus mit Fensterumrahmungen in fröhlichen Farben. Holzbänke stehen an den Platzrändern, beleuchtete Fußwegverbindungen, von Grün begleitet, führen in angrenzende Geschäfts- und Wohnbereiche.

Kinder erobern den Platz mit ihren Rollern, Radler und Fußgänger überqueren ihn oder lassen sich auf den Bänken nieder, verweilen plaudernd und staunend. Drei Lokale haben Stühle und Tische aufgestellt und laden ein, die Atmosphäre bei einem Kaffee, einem Eis oder einer Pizza zu genießen. Die Glocken der Abteikirche übertönen mit ihrem Abendläuten die Gespräche und das Lachen.

Lärm- und temporeduziert fließt im Hintergrund der Autoverkehr. Alles überstrahlend beherrscht die von der Abendsonne beleuchtete Abteifassade mit ihren warmen Farbtönen den Platz. Die Platzfläche reicht bis dort hin. Durch eine weit geöffnete Toranlage geht der Blick, Neugier weckend, ins Innere des Gebäudekomplexes. Ein paar Schritte und man befindet sich in dem berauschend schönen Prälaturhof und dem ehrwürdigen mittelalterlichen Marienhof.

Brauweiler, der so lange von Provisorien, Baustellenverkehr und Baulärm gepeinigte Ort, hat eine neue Mitte, eine „gute Stube“ bekommen. Die Einwohnerinnen und Einwohner scheinen sie liebend anzunehmen.

Dank gebührt der Gold-Kraemer-Stiftung, die mit  Mut und Ausdauer, unbeirrt von allen Widerständen, an ihrem Projekt eines inklusiven Künstlerzentrums festgehalten hat. Mit großer Neugier darf man nun noch darauf warten, was sich innerhalb der neuen Gebäude, insbesondere im Kunsthaus, an attraktiven Angeboten entwickeln wird.

Paul Menz

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Programm der Lokalen Agenda 21 für 2020 verabschiedet

In ihrer Februarsitzung im Rathaus legte die Lokale Agenda 21 ihr Programm für das Jahr 2020 fest und hielt Vorstandswahlen ab. Für weitere zwei Jahre wurden Dr. Walter Jakobi und Helmut Spahn in ihren bisherigen Funktionen als Sprecher bzw. Stellvertreter wiedergewählt. Die Aufgaben als Finanzchef übernimmt Claus Gödderz von Dr. Werner Holzstein.

Die Lokale Agenda 21 wird sich weiterhin für Themen der Nachhaltigkeit in Pulheim einsetzen. An den großen Schulzentren wird es vor allem um Energiesparprojekte gehen. Die Agenda wird ihre langjährigen Erfahrungen in der Begleitung von Lehrkräften und Schülern nutzen. Für Grundschulen werden wir aus der Vielzahl von guten Projektideen, die bei dem gelungenen Sternmarsch der Schüler im Januar vorgestellt wurden, einige auswählen und unterstützen.

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Klimanotstand, Politik wiegelt Bürgerantrag ab

Die Friedensinitiative/attac in Pulheim-Stommeln hatte Ende Oktober 2019 in einem Bürgerantrag nach § 24 Gemeindeordnung die Ausrufung eines Klimanotstands gefordert. Die Stadt Pulheim sollte damit veranlasst werden, die Maßnahmen des im Jahre 2017 beschlossenen Klimaschutzkonzepts mit größerer Dringlichkeit durchzuführen sowie bei jeder künftigen Entscheidung die Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Artenschutz zu beachten. In Deutschland haben bis jetzt 68 Städte, darunter auch Köln, einen entsprechenden Beschluss gefasst. Statt dem  Bürgerantrag zuzustimmen und den Klimanotstand auszurufen, verabschiedete jedoch die Ratsmehrheit in Pulheim lediglich einen „Appell zum Klimawandel“.

Nach einem Bericht im Kölner Stadtanzeiger am 12.12.2019 verfassten seitens der Lokalen Agenda 21 in Pulheim Dr. Walter Jakobi und Paul Menz Leserbriefe, die der Kölner Stadtanzeiger am 19.12 2019 unter der Überschrift „Politik wiegelt Bürgerantrag ab“  veröffentlichte.

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2020 - Ernährungswende

Ein erfreuliches Treffen fand am 2. Januar 2020 in der Stadtbücherei Pulheim statt. Vertreter*innen des Ernährungsrates Pulheim übergaben im Auftrag der Lokale Agenda 21 in Pulheim e.V. eine weitere Bücherspende an den Leiter der Stadtbücherei Herrn Gerten.

Bereits seit 2011 spendet die Lokale Agenda der Stadtbibliothek in Pulheim in regelmäßigen Abständen Bücher zu ökologischen Themen. Dieses Jahr konnten drei weitere Bücher an den Leiter der Stadtbücherei übergeben werden, die den Benutzern jetzt zur Verfügung stehen:

Ophelia Nick: Neue Bauern braucht das Land - Ein Plädoyer für gute Lebensmittel aus einer gesunden Umwelt

Valentin Thurn, Gundula Christiane Oertel, Christine Pohl: Genial lokal - So kommt die Ernährungswende in Bewegung. Mit einem Leitfaden zur Gründung von Ernährungsräten

Markus Bogner: Selbst denken, selbst machen, selbst versorgen - Ein Bauer zeigt, wie's geht

Da sich der Ernährungsrat die Unterstützung der nachhaltigen Landwirtschaft in Pulheim und die Wertschätzung von Lebensmitteln auf die Fahnen geschrieben hat, ist ein Event mit einem der Autoren der Bücher in Planung. PastedGraphic 1Wer Interesse an den Inhalten des Ernährungsrates hat, ist gerne zu einem der zahlreichen Treffen eingeladen. Kontakt unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Brigitte Schuch, Stephan Schreckenberg, Jochen Wendl und der 1. Vorsitzende der Lokalen Agenda, Dr. Walter Jakobi freuten sich über den positiven Austausch im Rahmen der Übergabe der Bücher an den Leiter der Stadtbibliothek Herrn Gerten. (Text: Jochen Wendl)

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