Wandel in der Landwirtschaft

In ihrer Maisitzung im Rathaus hatte die Lokale Agenda 21 als Beitrag der Arbeitsgruppe „Ernährungsrat“ den Wandel der Landwirtschaft zum Thema. Stephan Schreckenberg führte aus, wie sich die Landwirtschaft, die vor etwa 8.000 Jahren mit dem sesshaft werden einherging und sich von der ersten Drei-Felder-Wirtschaft zur heutigen weltmarktorientierten Agrarindustrie entwickelt hat. Obwohl Ackerbau und Viehzucht in hohem Maße zur Umweltbelastung durch CO2, Methan oder Feinstaub beitragen, ist dieser Wirtschaftssektor in den Klimaschutzprogrammen in Deutschland nicht erfasst. Schutzmaßnahmen beruhen weitgehend auf Selbstverpflichtungen. 

In dem zweiten Vortrag stützte sich Christina Yaghmaei auf den Weltagrarbericht und zeigte auf, wie naturnahe kleinbäuerliche Landwirtschaft eine Schlüsselrolle bei der Welternährung und dem Klimaschutz spielen kann. Sie konnte neben zahlreichen Konzepten im In- und Ausland auch auf Beispiele in unserer Nähe hinweisen, z.B. auf die Kölner Solawi in Stommeln oder das Gemüsegärtchen in Stommeln.

Teil 1 und Teil 2 der Vorträge sind hier nachzulesen und erörtern die Risiken und Chancen. Sie mögen bei Leserinnen und Lesern zum bewussteren Einkaufen von Fleisch, Obst oder Gemüse und zur Diskussion der Verbraucher mit Handel und Erzeugern anregen.

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Stadtgespräche zum Ultranet in Geyen

Die WDR Lokalzeit plant in ihrer Sendung am Donnerstag, 16. Mai 2019 (ab 19.30h ) eine Live-Schalte aus Geyen vor dem Stadtgespräch.  

Der WDR wird die “Stadtgespräch”-Sendung am Dienstag und am Mittwoch kommender Woche in der „Lokalzeit aus Köln“ antrailern, außerdem am Donnerstagmorgen im „Morgenecho“ auf WDR 5.

Am Donnerstag Nachmittag gibt es in der Sendung „Westblick“ auf WDR 5 ein Vorgespräch mit dem Moderator Ralph Erdenberger

Stadtgesprche1

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Klimaschutz erfordert Verkehrswende

In ihrer April-Sitzung 2019 behandelte die Lokale Agenda 21 ausgiebig das Thema Mobilität in Pulheim. Claus Gödderz stellte die grundlegende Struktur der komplexen Thematik vor, in der in nächster Zeit wichtige Entscheidungen zu treffen sein werden. Erste Ideen dazu wurden diskutiert. Zu erwarten sind bedeutsame Veränderungen von Verkehrssystemen und -wegen. Zudem werden sich auch Verhaltensweisen von Menschen am Ort und in der Region verändern müssen. Wird z. B. die angestrebte Intensivierung des Fahrradverkehrs in Pulheim gelingen? Wie wird sich der öffentliche Nahverkehr anpassen lassen?

Das Thema hat erhebliche Bedeutung im Rahmen des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes für Pulheim. Erste Weichen für eine intensive Bearbeitung sind von Politik und Verwaltung mit dem Beschluss im jüngsten Tiefbau- und Verkehrsausschuss gestellt worden, ein externes Fachbüro mit der Entwicklung eines Mobilitätskonzeptes zu beauftragen. Die Lokale Agenda 21 begrüßt diese Entwicklung und wird interessiert und konstruktiv mitarbeiten.

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2018ff: Die Führer der Welt werden uns ignorieren…

… d.h. sie werden so weiter machen, wie bisher. Damit eine sehr kleine Anzahl von Leuten so weiter machen kann, wie bisher. Weil einige Wenige ungehindert in ihrem unermesslichen Luxus baden wollen, werden immer mehr Menschen in den immer öfter sintflutartig anschwellenden Bächen und Flüssen ertrinken.

World Press Foto 2016 Rohan Kelly

In regelmäßigen Abständen wird auf den Klimagipfeln wie dereinst im Märchen von des "Kaisers neuen Kleidern" ein ganz besonderer Stoff gewebt, mit dem die "Führer der Welt" vorgeben, die Welt zu retten. Gleich wie im Märchen von Christian Andersen wird aber nur so getan, als ob etwas getan wird und der Trick mit dem der "Kaiser und die Öffentlichkeit" manipuliert werden heißt: Nur wer befähigt ist, ist auch fähig diesen wunderbaren Klimarettungsstoff zu sehen. Wer unfähig ist sieht - nichts!

Und ähnlich wie im Märchen muss erst "ein Kind" - die 15jährige Schülerin Greta Thunberg (https://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Thunberg) - kommen, um die tatenlosen Klimaretter mit einfachen Worten zu entlarven:

 "(…) Viele sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist und dass es nicht zählt, was wir tun. Aber ich habe gelernt, dass du nie zu klein bist, um etwas zu bewirken. Und wenn nur wenige Kinder weltweit in die Schlagzeilen kommen können, wenn sie nicht in die Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir alle zusammen tun könnten, wenn wir es wirklich wollten.

Aber um das zu tun, müssen wir in aller Klarheit sprechen, unabhängig davon, wie unbequem das sein könnte. Ihr sprecht nur von einem grünen immer währenden ökonomischem Wachstum, weil ihr fürchtet unbeliebt zu werden. Ihr redet nur darüber euch nach vorne zu bewegen, mit den gleichen schlechten Ideen, die uns in diese Bedrängnis gebracht haben, selbst wenn die einzige vernünftige Sache, die man machen kann, das Ziehen der Notbremse ist. Ihr seid nicht erwachsen genug, um es zu sagen, wie es ist. Selbst diese Bürde überlasst ihr uns Kindern.

Aber ich kümmere mich nicht darum, ob es populär ist. Ich sorge mich um die Klimagerechtigkeit und den lebenden Planeten. Unsere Zivilisation wird geopfert für den Vorteil einer sehr kleinen Anzahl von Leuten, die kontinuierlich damit weiter machen, eine enorme Menge Geld zu verdienen. Unsere Biosphäre wird geopfert, damit reiche Leute in Ländern, wie dem meinen, in Luxus leben können. Es sind die Leiden der Vielen, die für den Luxus der Wenigen bezahlen.

Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern. Wenn ich dann Kinder habe, werden sie vielleicht diesen Tag mit mir feiern. Vielleicht werden sie mir über euch Fragen stellen. Vielleicht werden sie fragen, warum ihr nicht irgendwas getan habt, als noch Zeit war, zu Handeln. Ihr sagt, ihr liebt eure Kinder über alles. Und jetzt stehlt ihr ihnen vor ihren Augen die Zukunft.

Wenn ihr nicht anfangt euch darauf zu konzentrieren, was getan werden muss - und eben nicht was politisch möglich ist - gibt es keine Hoffnung. Wir können keine Krise lösen, ohne sie wie eine Krise zu behandeln. Wir müssen die fossilen Brennstoffe in der Erde lassen und wir müssen den Schwerpunkt auf Gerechtigkeit legen. Und wenn Lösungen innerhalb des Systems unmöglich zu finden sind, müssen wir das System selbst ändern.

Wir sind nicht hergekommen, um die Führer der Welt zu bitten, sich zu kümmern. Ihr habt uns in der Vergangenheit ignoriert und ihr werdet uns wieder ignorieren. Wir haben keine Entschuldigungen mehr und die Zeit wird knapp. Wir sind hergekommen, um euch wissen zu lassen, die Veränderung wird kommen, ob ihr es wollt oder nicht.

Die echte Gewalt gehört uns Menschen. Danke."

 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=HzeekxtyFOY  (eigene Übersetzung)

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Gewohnheiten ändern - eine Ansprache zum Neuen Jahr

Auf dem Neujahrsempfang im Rittergut Orr hielt Hausherr Wolf-Rüdiger Schmidt-Holzmann ein bemerkenswertes Plädoyer für den Klimaschutz. Er schilderte eindrucksvoll, warum und wie er in seinem Unternehmen langfristig plant und nachhaltig handelt. Seine wichtigste Anregung: „Wir müssen unsere Gewohnheiten ändern!“

Im Orrer Busch hat er sämtliche Fichten entnommen und 7.800 neue Bäume gepflanzt, die widerstandsfähiger sind und dem Klimawandel wohl mehr entgegenzusetzen haben. Er erwartet wirtschaftlichen Nutzen erst über einen langen Zeitraum von 100 Jahren, freut sich aber, dass die neue Bepflanzung sofort jede Menge CO2-Emissionen speichert. Geplant hat er ferner eine Holzhackschnitzel-Heizung für das Haus Orr, die ausschließlich mit dem Holz aus der Bewirtschaftung des Parks betrieben werden kann. Wie Herr Schmidt-Holzmann im anschließenden Gespräch erwähnte, hat er im Walzwerk Zisternen geschaffen, die das Regenwasser sammeln. Das wird nicht mehr in den Kanal eingeleitet; vielmehr wird es verbraucht oder es versickert auf dem Gelände.

Wir können davon ausgehen, dass dieser Unternehmer seine Maßnahmen auf auch auf Wirtschaftlichkeit geprüft hat. Er ermutigt jeden, offen zu sein für Veränderungen und als Einzelner Verantwortung zu übernehmen und nicht auf die Politik zu warten. „Denken Sie an Ihre Kinder und Enkel und treffen Sie die richtigen Entscheidungen, ob zu Hause, bei der Arbeit oder in der Freizeit,“ formuliert er zum Schluss.

Den vollen Wortlaut seiner Ansprache, die feinfühlig formuliert ist und nachdenklich stimmt, finden Sie nachstehend.

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